Erfolgreicher Auftakt

„Speed-Reading“ kommt gut an

Schleswig Petra Herzig leitet noch gar nicht lange die Bücherei in Schleswig, ist aber jetzt schon begeistert vom Engagement ihres Teams. So zögerte sie auch nicht, Ja zu sagen, als die langjährige Mitarbeiterin Regine Lass mit der Idee des „Speed-Readings“ (an jedem ersten Freitag im Monat) auf sie zukam. „Ich habe schon in einigen Büchereien in der Umgebung gearbeitet, aber diese Art der Buchvorstellung habe ich bisher noch nirgends gesehen“, sagte sie.

Sichtlich aufgeregt, ob das paarweise Vorlesen aus den jeweiligen Lieblingsbüchern für wenige Minuten überhaupt funktioniert, war Initiatoren Lass am Freitagabend dann trotzdem: „Es gibt so viele tolle Bücher, die keine Bestseller sind, aber von denen man oft denkt, dass man sie einfach mal vorstellen müsste. Dafür soll das ,Speed-Reading‘ eine Plattform bieten“, sagte sie zu Beginn der einstündigen Veranstaltung.

Und tatsächlich: Das ein oder andere interessante Buch für sich oder Verwandte entdeckte fast jeder Teilnehmer. Heike Thiessen aus Schleswig etwa nahm gleich mehrere Buchtitel mit, mit denen sie sich in naher Zukunft näher beschäftigen möchte: „Eine Dame hatte ,Die Nebel von Avalon‘ von Marion Zimmer Bradley dabei. Ich habe es vor vielen Jahren mal gelesen und heute nun wiederentdeckt. Das Buch werde ich noch einmal lesen“, sagte Thiessen. Ganz zum Schluss hörte sie dann noch von ihrer letzten Buchpartnerin Passagen aus „Befreiung vom Überfluss“ (Niko Paech). Ein Buch, das ebenfalls nicht einfach an ihr vorüberzog, wie Thiessen betonte. „Darin gibt es sehr viele Denkanstöße und ich werde es mir sicher kaufen“, entschied sie anschließend. Beate Schrader und Justin Lange hatten mit „Die 11 Gezeichneten“ (Rose Snow) und „Der Schreckensmeister“ (Walter Moers) zwei Fantasyromane im Gepäck. „Diese Art von Literatur gefällt nicht jedem, aber ich mag sie sehr. Die heile Welt und das garantiert glückliche Ende gibt es nur noch in diesen Büchern“, sagte Schrader.

Auf großes Interesse bei den Teilnehmern stießen auch die Bücher „Jedermann“ (Philip Roth) und „Zwei alte Frauen“ (Velma Wallis), in denen das Älterwerden und der Umgang damit thematisiert werden.

Nach gut einer Stunde blieben viele Besucher noch zum Austausch in der gemütlichen Leseecke der Bücherei – und zwar ganz im Sinne der Veranstalter. „Die Bücherei ist nie nur ein Ort der Ausleihe. Im Gegenteil: Mehr noch ist sie ein Treffpunkt für Menschen. Und wer einfach nur herkommen will, um zu lesen, der kann auch das tun“, betonte Petra Herzig.

Am ersten Freitag im November wird es wieder ein „Speed-Reading“ geben. Viele Teilnehmer der Auftaktveranstaltungen haben ihr erneutes Kommen zugesagt. bbü

(Schleswiger Nachrichten vom 08.10.18) 

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