Pressebericht zum Jahresprogramm 2016

Schleswiger Nachrichten vom 21.04.2016

Einsatz für die Bücherei - Gedichte stehen beim Förderverein Alibris im Mittelpunkt des Jahresprogramms

Die Alibris-Vorsitzende Anke Carstens-Richter (li.) und ihre Stellvertreterin Susanne Pertiet hinter dem Regal für Kinder-Hörbücher, das die Stadtbücherei dank der Spenden des Fördervereins anschaffen konnte. Foto: oje

Schleswig | Man liest wieder Gedichte. Das merkt Ursula Nielsen immer wieder. „Besonders Jugendliche leihen sich gern unsere Lyrikbände aus“, sagt die Leiterin der Schleswiger Stadtbücherei. Da lag es für den Bücherei-Förderverein Alibris nahe, die Lyrik in den Mittelpunkt ihres Jahresprogramms zu stellen. So steht die Büchernacht am Sonnabend, 18. Juni, unter dem Motto „Lesen ist ein Gedicht“. Im Zentrum der Veranstaltung steht Therese Chromik. Die langjährige Leiterin der Theodor-Storm-Schule in Husum ist mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und auch in Marcel Reich-Ranickis „Frankfurter Anthologie“ vertreten.

Neben Therese Chromik, die ihre eigenen Gedichte vorträgt, lesen mehrere Schleswiger Schauspieler und die Priörin des St.-Johannis-Klosters, Ina von Samson-Himmelstjerna, bekannte und weniger bekannte Gedichte vor. Bei der sechsten Auflage der Büchernacht verzichten die Veranstalter erstmals auf den Mitternachts-Krimi. Stattdessen liest Wolfgang Berger Gedichte des vor zehn Jahren verstorbenen Robert Gernhardt.

Der Auftakt des Alibris-Jahresprogramms kommt jedoch gänzlich ohne Lyrik aus: Im Rahmen der öffentlichen Mitgliederversammlung am diesem Sonnabend ab 19 Uhr liest Gerhard Hahn aus Treia alias Lars Gelting aus seinem historischen Roman mit dem Titel „Mit der Wut des Überlebens“, der von der Hexenverfolgung handelt. Zu dieser Veranstaltung ist der Eintritt frei.

Für andere Lesungen wird Eintritt erhoben – die Einnahmen kommen vollständig der Vereinsarbeit von Alibris zugute. „Alle unsere Autoren verzichten auf ein Honorar“, betont die Vorsitzende Anke Carstens-Richter. Insbesondere dank der sehr gut besuchten Lesung mit Susanne Meyerhoff, die im vergangenen Jahr aus dem dritten Roman ihres Sohnes Joachim las, war der Verein deshalb in der Lage, der Bücherei ein neues Regal für Kinder-Hörbücher zu schenken. Es kostete fast 1000 Euro. Aber es ist nicht nur die finanzielle Unterstützung, die Ursula Nielsen besonders zu schätzen weiß. „Die Veranstaltungen des Fördervereins ziehen immer wieder Besucher an, die noch nie zuvor bei uns gewesen sind“, sagt die Büchereileiterin. Ove Jensen

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