Schleswig Kultur 1 / 2017

Wer liest, sündigt nicht

Während fast alle Veranstaltungen des Bücherei-Fördervereins ALIBRIS im vergangenen Jahr der Lyrik gewidmwet waren - die 6. Schleswiger Büchernacht stand unter dem Motto "Lesen ist ein Gedicht" - geht es in diesem Jahr wieder um Prosa.

Das Motto der diesjährigen Büchernacht am 24. Juni ab 18:00 Uhr lautet denn auch "Wer liest, sündigt nicht". Im Zentrum des Abends stellt die junge Autorin mit türkischen Wurzeln Nuray Cesme ihr autobiografisches Erstlingswerk mit dem Titel "Der Wille versetzt Berge" in der Stadtbücherei vor. Darin schildert die Autorin Anekdoten aus dem Leben ihrer Familie und gibt damit einen Einblick in die Lebenskultur der türkischen Gastarbeiter der ersten Generation.

Ihr Kommen zugesagt haben aber auch bereits etliche Schleswiger, die teilweise weit üpber die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind, wie beispielsweise Altbürgermeietr Klaus Nielsky und Pastor i.R. Dr. Dieter Andresen, der den plattdeutschen Teil übernommen hat. Eröffnet wird die 7. Schleswiger Büchernacht in diesem Jahr von dem ausdrucksstark vortragenden Schauspieler Wolfgang Berger, der auch - wie schon in den vergangenen Jahren - den Abend mit dem Mitternachts-Krimi beenden wird. Auf ihn darf man sich schon jetzt besonders freuen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von dem Cello-Quartett unter der Leitung von Michael Becker.

Eröffnet wird die Reihe der ALIBRIS-Veranstaltung in der Stadtbücherei traditionell aber schon am 23. April, dem Welttag des Buches. Das ist in diesem Jahr zwar ein Sonntag, aber dennoch hat der ehemalige Lehrer und ausgewiesene Literatur-Kenner und -Liebhaber Horst Kutzer zugesagt, nach der Jahreshauptversammlung des Fördervereins ab 19 Uhr unter dem Motto "Wenn Dichter reisen ..." Gedichte und einige kurze Prosastücke von bekannten, aber auch weniger bekannten Schriftstellern vorzutragen.

Für die Autoren-Lesung am 24. Mai reist Marianne Zückler aus Berlin an, die bereits zahlreiche Hörspiele geschrieben hat. Im vergangenen Jahr nun ist ihr erster Roman mit dem Titel "Der blanke Hans und seine Frauen" veröffentlicht worden. Darin geht es um die Begegnung einer Journalistin mir den isoliert auf einer Hallig an der Westküste Schleswig-Holsteins lebenden Frauen, die zwar zunächst sehr reserviert auf die Fragen nach ihren lebensbedingungen reagieren, sich nach einer gewissen Zeit aber doch öffnen und bereit sind, aus ihrem Leben zu erzählen.

Dr. Anke Carstens-Richter, Vorsitzende von ALIBRIS

Beiträge finden Sie im Heft von Schleswig Kultur 1/2017

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